ImPuls - Starke Psyche durch Motivation und Bewegung

Regelmäßige sportliche Aktivität kann die Symptomatik bei Depressionen, Panikstörungen, Posttraumatischer Belastungsstörung oder Schlafstörungen (u.a. Insomnien) signifikant verringern. Jedoch haben Patient*Innen mit psychischen Erkrankungen in der ambulanten Akutversorgung bislang kaum Zugang zu sport-/ bewegungstherapeutischen (SBT) Interventionen.

 

Das ImPuls Programm

Mit dem ImPuls Programm liegt ein sport-/ bewegungstherapeutisches Programm vor, das speziell für Menschen mit psychischen Erkrankungen entwickelt wurde und auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbaut. Ziel des Programms ist es, Teilnehmende zu motivieren, sportliche Aktivität zu initiieren und langfristig aufrechtzuerhalten.

 

Die ImPuls Studie

Von März 2021 bis Februar 2022 haben 600 Patient*Innen die Möglichkeit, an der vom Innovationsfonds des G-BA geförderten wissenschaftlichen ImPuls Studie teilzunehmen. Die ImPuls Studie wird in 10 Ballungszentren in Baden -Württemberg durchgeführt, darunter auch Crailsheim und Bietigheim-Bissingen. Hier wird ImPuls im RehaZentrum Hess durchgeführt.

Wer kann teilnehmen?

Versicherte der AOK Baden-Württemberg und der Techniker Krankenkasse können im Rahmen der ImPuls Studie am ImPuls Programm teilnehmen, wenn sie zwischen 18 und 65 Jahren alt sind und an einer der folgenden psychischen Erkrankungen leiden: Depression, Agoraphobie, Panikstörung, Posttraumatische Belastungsstörung, nicht organische Insomnien. Weitere Ein- und Ausschlusskriterien können auf der Website eingesehen werden: www.impuls.uni-tuebingen.de/

Auf der Website finden Sie außerdem Informationen zum Ablauf der Teilnahme.

 

Ich habe Interesse an einer Teilnahme oder Fragen, an wen kann ich mich wenden?

Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!

Bietigheim-Bissingen
Mail: bietigheim-bissingen@remove-this.impuls.uni-tuebingen.de

Telefonnummer: 07142-4698220

 

 

ImPuls Programm im Überblick

Die ImPuls Studie

    Was ist das Ziel von ImPuls?

    Ziel des ImPuls Programms ist es, Teilnehmende zu motivieren, vornehmlich ausdauerorientierte sportliche Aktivität auszuüben und langfristig in den Alltag zu integrieren.

     

    Über welchen Zeitraum erstreckt sich das ImPuls Programm?
    Das Impuls-Programm erstreckt sich insgesamt über 6 Monate. Die 13 Einheiten der ersten 4 Wochen finden hauptsächlich unter therapeutischer Leitung und in Kleingruppen von sechs Personen statt. Eine Einheit besteht aus einer Gruppensitzung und einem gemeinsamen Lauftraining oder aus einem selbstständigen Training. In den darauffolgenden 5 Monaten werden die Teilnehmer*Innen zum bestmöglichen Transfer in den Alltag durch eine Handy App, durch Unterstützertreffen und durchregelmäßige telefonische Kontakte zur*m Therapeut*In unterstützt.

    Der genaue Ablauf sowie Programmbausteine können auf der Website eingesehen werden: www.impuls.uni-tuebingen.de/

     

    Was wird mit der ImPuls Studie überprüft?

    Im Rahmen der ImPuls Studie wird wissenschaftlich überprüft, ob das ImPuls Programm für Patient*innen mit Depression, Panikstörung, Posttraumatischer Belastungsstörung oder Schlafstörungen ein hilfreiches Zusatzangebot darstellt. Gleichzeitig sollen die Kosteneffizienz und die Machbarkeit der Umsetzung in der ambulanten Versorgung untersucht werden. Sollte die wissenschaftliche Überprüfung in Baden-Württemberg positiv ausfallen, könnte das ImPuls Programm deutschlandweit in die Versorgung von Patient*innen mit psychischen Erkrankungen aufgenommen werden.

     

    Wie genau kann das überprüft werden?

    Teilnehmer*Innen werden entweder zum ImPuls Programm oder zu einer Kontrollgruppe zugeteilt. Die Teilnehmer*Innen am ImPuls Programm durchlaufen zusätzlich zur gesetzlichen Regelversorgung das sport- und bewegungstherapeutische Programm. Die Kontrollgruppe erhält keine Intervention, wird weiterhin im Rahmen der Regelversorgung versorgt, nimmt jedoch an regelmäßigen Befragungen teil. Dafür wird die Kontrollgruppe mit 450 € vergütet.

    Wer ist an der ImPuls Studie beteiligt?

    Das ImPuls Projekt ist ein vom Innovationsfonds des G-BA gefördertes Projekt aus dem Bereich der neuen Versorgungsformen (Förderkennzeichen: 01NVF1902). Dr. Sebastian Wolf (Eberhard Karls Universität Tübingen, Institut für Sportwissenschaft, Bildungs- und Gesundheitsforschung im Sport) hat die Konsortialführung inne. Weiterhin beteiligt ist das Institut für medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie am Universitätsklinikum Tübingen. Konsortialpartner sind die LMU München (Lehrstuhl für klinische Psychologie und Psychotherapie), die TU München (Lehrstuhl für Gesundheitsökonomie), die Allgemeine Ortskrankenkasse Baden-Württemberg (AOK BW), die Techniker Krankenkasse (TK) und der Deutsche Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie e.V. (DVGS, Ansprechpartner: Dr. Stefan Peters).